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28. January 2020 | Werbung - Special Campaigns

Facebook Libra: Wie geht es 2020 weiter?

Libra geriet in den letzten Monaten ins Kreuzfeuer der Kritik. Die Facebook-Währung biete einen fragwürdigen Datenschutz und berge ein grosses Risiko für die Weltwirtschaft. Doch die Macher sind nach wie vor überzeugt: Libra wird 2020 kommen.

Es ist das Finanzwort des Jahres 2019: Libra. Kaum ein anderes Thema stand in der Bankenwelt so häufig zur Debatte wie die Kryptowährung von Facebook. Der Social-Media-Gigant hat mit der Ankündigung von Libra sowohl Wirtschaft als auch Politik aufgeschreckt. Nach einer Testphase soll gemäss Facebook-CEO Mark Zuckerberg die digitale Währung bereits in der ersten Hälfte des Jahres 2020 eingeführt und damit 2,4 Milliarden potenziellen Nutzern zugänglich gemacht werden.

Finanzminister Ueli Maurer sieht keine Chancen für Libra

Noch im Oktober lobte Finma-Chef Mark Branson die Libra-Initianten, weil sie die Kyrptowährung unter Einbezug der Öffentlichkeit und der Regulierungsbehörden entwickelten. Anfang Dezember 2019 erweiterte Facebook das in Genf angesiedelte Projekt gar mit einem zweiten Libra-Unternehmen. Das Ziel: Libra stärker vorantreiben. Doch kurz nach Weihnachten kam ausgerechnet von Finanzminister Ueli Maurer die Hiobsbotschaft: «Die Schweiz kann Libra in der vorliegenden Form nicht bewilligen.» Zuvor hatten wichtige strategische Partner, darunter Paypal, Mastercard und Visa, den Rückzug aus dem Projekt angekündigt. Was war passiert?

Mögliche Risiken für die Weltwirtschaft

Schon seit der Ankündigung von Libra ist die Facebook-Währung den europäischen Datenschützern ein Dorn im Auge. Denn Facebook wäre aufgrund der Technologie in der Lage, jeden Schritt und jede Transaktion eines jeden Nutzers zu verfolgen und allenfalls nach Belieben Transaktionen zu blockieren. Dies würde eine Kontrolle der Bevölkerung in einem noch nie da gewesenen Ausmass ermöglichen. Ausserdem könnte das Projekt grosse Risiken für die Weltwirtschaft bergen. Deshalb verhindern wichtige internationale Organisationen wie die Europäische Union den Start des Projekts. Nun haben auch die Schweizer Behörden reagiert – Libra hat zum jetzigen Zeitpunkt kaum Chancen auf eine Bewilligung.

Was ist Libra?

Libra soll ein digitales Zahlungsmittel werden, das auf der dezentralen Blockchain-Technologie basiert. Dabei unterscheidet sie sich von bisherigen Kryptowährungen in einem Punkt: Ein Reservefonds aus verschiedenen Währungen soll die massiven Kursschwankungen, denen etwa der Bitcoin ausgesetzt ist, verhindern. Die Nutzer bezahlen mit Libra in Geschäften an der Kasse und in Online-Shops. Und sie tätigen über Facebook-Plattformen (z. B. Whatsapp) in Sekundenschnelle Geldüberweisungen – ohne dazwischengeschaltete Bank, sondern direkt von Nutzer zu Nutzer.

51’000 Transaktionen in der Testphase

Doch es gibt auch erfreuliche Nachrichten von den Libra-Betreibern: Innerhalb von zwei Monaten verzeichnete die Facebook-Währung in der Testphase über 51’000 Transaktionen. Diese Test-Transaktionen haben keinen realen Gegenwert, weshalb sie keiner behördlichen Aufsicht unterliegen. Ausserdem hat Libra die technische Infrastruktur ausgebaut und eine neue Roadmap für 2020 lanciert. Derzeit sind die Teams daran, die Testphase auszuwerten und Verbesserungen einzuführen.

Digitale Währung aus China

Auch wenn die Sterne für Libra derzeit nicht gut stehen, könnte das Projekt 2020 dennoch genehmigt werden. Grund: der digitale Yuan. Westliche Regierungen werden gemäss Experten keine andere Chance haben, als Libra zu bewilligen. Sonst könnte sich China mit der virtuellen Währung einen zu grossen Vorteil verschaffen. Und die Zeit läuft: Die Testphase des digitalen Yuan startet bereits Anfang 2020. Die von der chinesischen Zentralbank ausgegebene digitale Währung könnte die Weltwirtschaft stark beeinflussen.

Herausforderungen für das Bankensystem

Ob die Facebook-Währung kommt oder nicht – das Bankensystem steht 2020 vor grossen Herausforderungen. Denn der Trend ist ganz klar: Gemäss Finanzminister Maurer wird es in Zukunft für gewisse Transaktionen keine traditionelle Bank mehr brauchen. «Das heutige Bankensystem wird nochmals durchgeschüttelt werden», so Maurer an der Jahresend-Medienkonferenz. Und der nächste Player hat bereits angekündigt, die klassischen Finanzdienstleistungen anzugreifen: Google. Unter dem Projektnamen Google Cache möchte der Technologiegigant ab 2020 kostenlose Girokonten anbieten. Für die traditionelle Finanzindustrie wird die Luft im neuen Jahr sehr dünn.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Social-Media-Riese Facebook hat per 2020 die Einführung der eigenen Kryptowährung Libra angekündigt.
  • Die Behörden sehen die Gefahr, dass Libra die Weltwirtschaft negativ beeinflussen könnte und keinen ausreichenden Datenschutz bieten würde.
  • Das Transaktionsgeschäft der Banken steht vor grossen Veränderungen – mit oder ohne Libra.

Quellen
Blick: «Libra» zum Schweizer Finanzwort des Jahres 2019 gekürt.
Finews: Was Mark Branson aus der Operation Matterhorn gelernt hat.
Inside IT: Zweite Genfer Firma für Libra gegründet.
Neue Zürcher Zeitung: Finanzminister Maurer: Libra derzeit ohne Chance auf eine Bewilligung.
Netzwoche: Das sind die Alternativen zu Libra.
CNBC: PayPal withdraws from Facebook’s libra cryptocurrency.
CNBC: Facebook’s libra cryptocurrency coalition is falling apart as eBay, Visa, Mastercard and Stripe jump ship.
Crypto News Flash: Facebook Libra präsentiert Roadmap für 2020.
Libra: Five months and growing strong: the Libra project.
Libra: Libra Core Roadmap #2.
Libra: Glossary.
South China Morning Post: China’s new digital currency ‘isn’t bitcoin and is not for speculation’.
T3N: Google will zur Bank werden.

 

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